Zur Startseite
Im Gespräch mit der Vergangenheit

Mit einem farbenfrohen Fest wird 2009 das 100-jährige Jubiläum des Freilichtmuseums „Den Gamle By“ (Die Alte Stadt) gefeiert.

Das 100-jährige Jubiläum














 
Das Freilichtmuseum „Den Gamle By“ erinnert an eine chinesische Schachtel, in der sich weitere immer kleinere Schachteln befinden - wenn man sie öffnet, dringt man immer weiter in die Geschichte ein. Die Besucher können durch die alte Kleinstadt bummeln und die Gebäude und Straßen betrachten.

Der Besucher kann sich auch auf eine Reise mit der Zeitmaschine begeben und einen Dialog mit Menschen aus der Vergangenheit führen. Auf der Straße begegnet man dem Leierkastenmann, der Pfarrer verkündet das Wort Gottes, und der Knecht zieht zum Gruß höflich die Mütze. Man kann ihn nach Hause zum Kaufmannshof begleiten, wo das Dienstmädchen aus dem Jahre 1864 das Essen zubereitet. In einer anderen Küche serviert die Schustersfrau von 1840 ihr spartanisches Essen. Die Besucher können auch den Männern bei deren Arbeit in verschiedenen Werkstätten zusehen, und wenn man in den Geschäften der Stadt etwas einkaufen will, wird man von einer freundlichen Verkäuferin oder einem Gesellen begrüßt und höflich nach seinen Wünschen gefragt.

Im Zeichen des Festes
„Den Gamle By“ ist ein lebendiges Museum, in dem Geschichte durch Erlebnisse vermittelt wird.
„Lustiges macht aufgeschlossen“, lautet ein Leitspruch des Museums, und tatsächlich wird reichlich Spaß und Unterhaltung geboten, wenn das Museum 2009 sein 100-jähriges Jubiläum begeht.

Der bescheidene Start für das erste Kleinstadt-Freilichtmuseum der Welt war die dänische Landesausstellung im Jahre 1909. Der Århuser Lehrer und Dolmetscher Peter Holm wurde damit beauftragt, eine lokalgeschichtliche Abteilung zu gestalten, und als er hörte, dass ein alter Renaissance-Hof in der Stadtmitte zum Abriss verkauft wurde, entstand die Idee, den Hof zu erwerben. Trotz Widerstandes gelang es Peter Holm, Unterstützung und Mittel zu erhalten, so dass der Hof sorgfältig abgetragen und zur Landesausstellung wieder aufgebaut werden konnte. Das Projekt wurde ein großer Erfolg und zog viele Besucher an. Nach der Landesausstellung wurde der Bürgermeisterhof ein weiteres Mal versetzt, dieses Mal an die Stelle, an der er sich heute befindet. Er war somit das erste Gebäude des heutigen Freilichtmuseums „Den Gamle By“.

Ein Feuerwerk an Farben
Einer der Höhepunkte des Jahres ist die Eröffnung des auf dem Marktplatz befindlichen Münzerhofes. Das stattliche Gebäude wurde in den 1680er Jahren errichtet, in einer Zeit voller Krisen, in der die Bevölkerung jedoch versuchte zu überleben – u.a. durch die prachtvolle Ausgestaltung ihrer Wohnungen mit einem Feuerwerk an Farben, Dekorationen und Details, die sich in krassem Kontrast zum grauen Alltag befanden. 

Der Münzer legte sich ein Haus zu, das wirklich nicht zu übersehen ist – 24 Meter lang, zwei hohe Stockwerke über einem gemauerten Keller und mit einem Erker im ersten Stockwerk.

Im Zuge einer Stadtsanierung in Kopenhagen in den 1940er Jahren wurde das Haus abgerissen. Ein halbes Jahrhundert lang lag es dann in Einzelteile zerlegt bis in die 1990er Jahre, als der Plan entstand, es im Museum „Den Gamle By“ wiederzuerrichten.
Hier steht es nun in all seiner Pracht aus der Zeit vom Ende des 18. Jahrhunderts mit jeder Menge barocker Verzierungen wie gemalten Marmorierungen und gewebten Gobelins ähnelnden Wänden. Damals schuf man nämlich vergnügliche Illusionen durch Anregen der Phantasie. Und diese Kunst beherrscht man noch immer in „Den Gamle By“, wo der Besucher überall in unglaubliche Geschichten hineingerät.
Erleben Sie Eröffnung des Münzerhofes
Einer der Höhepunkte des Jahres ist die Eröffnung des auf dem Marktplatz befindlichen Münzerhofes.
Weihnachten in Den Gamle By
Weihnachten in Den Gamle By

Lebendige Weihnachtsgeschichten im Freilichtmuseum "Den Gamle By" - Weihnachten wie in alten Zeiten!


Mit der ÅrhusCard erhalten Sie 50% Nachlass beim Eintritt in "Den Gamle By".
Nähere Informationen: ÅrhusCard