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Århus ist eine der ältesten Städte Nordeuropas
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Neue Ausgrabungen in Århus haben ergeben, dass die Stadt um 770 gegründet wurde. Demnach ist Århus mindestens 100 Jahre älter als bisher angenommen und eine der ältesten Städte in Nordeuropa überhaupt.
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Die neuesten Erkenntnisse über das Aros der Wikinger - so der Name der Stadt in der Wikingerzeit - werden in einer Ausstellung gleichen Namens im Prähistorischen Museum Moesgård präsentiert. Diese interessante Ausstellung wurde auf Grund des großen Interesses mehrfach verlängert.
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Bis vor kurzem ging man allgemein davon aus, dass Århus als Stadt um das Jahr 900 gegründet wurde. Neue Ausgrabungen in der Århuser Innenstadt deuten jedoch darauf hin, dass die Wikinger schon beträchtlich früher in Århus waren. In der Gegend um den Platz "Pustervig" haben Archäologen die Reste einer Wikingersiedlung aus der Zeit um etwa 770 gefunden, was bedeutet, dass die Stadt mindestens 100 Jahre älter ist, als bisher angenommen. Daraus lässt sich schließen, dass Århus eine der ältesten Städte in Nordeuropa ist. Den Titel als älteste Stadt im heutigen Dänemark muss Århus allerdings der südjütländischen Stadt Ribe überlassen.
Auf die Frage, ob damit nun die endgültige Wahrheit über das Alter von Århus als Stadt bekannt ist, antwortet Jan Skamby Madsen, Direktor des Prähistorischen Museums Moesgård in Århus, mit einem Lächeln: "Es ist keineswegs auszuschließen, dass wir bei den für die kommenden Jahre vorgesehenen neuen Ausgrabungen in der Århuser Innenstadt noch ältere Zeugnisse für die Anwesenheit der Wikinger hier an der Flussmündung in der Århuser Bucht finden werden. Vielleicht endet wirklich alles damit, dass wir feststellen können, dass Århus die älteste Stadt Dänemarks ist."
Die Wikinger nannten die Stadt Aros, was so viel bedeutet wie Flussmündung. Die Geschichte vom Aros der Wikinger wird zur Zeit in einer interessanten Ausstellung im Prähistorischen Museum Moesgård erzählt. Auf Grund des großen Interesses seitens der Besucher hat die Leitung des Museums die Ausstellung mehrmals verlängert.
Die Entscheidung der Wikinger, gerade Århus zum Handelsplatz zu machen, ist keineswegs zufällig gewesen. Auf Grund der Lage in der Bucht war es relativ einfach, auf dem Seeweg hierher zu gelangen, und der Fluss ermöglichte es den schmalen Wikingerschiffen, kilometerweit ins Land vorzudringen und sich dadurch gegen eventuelle Angriffe von See aus zu schützen.
Die Wikingerausstellung im Prähistorischen Museum Moesgård umfasst zahlreiche Original-Gegenstände, die während der neuesten Ausgrabungen in Århus gefunden wurden. Außerdem wird ein ganz neues Modell gezeigt, das die Stadt darstellt, wie sie um 980 wahrscheinlich ausgesehen hat. Verschiedene großformatige Zeichnungen illustrieren Ereignisse der Wikingerzeit, und in einem Zeichentrickfilm wird die Einfahrt nach Aros am Ende des 10. Jahrhunderts von See aus dargestellt. Die zahlreichen verschiedenen Darstellungen vermitteln einen umfassenden, stimmungsvollen Eindruck von Århus zur Wikingerzeit vor mehr als eintausend Jahren.
Anlässlich der Ausstellung ist auch ein Buch erschienen, mit dem Titel "AROS – das Århus der Wikinger", zu dem die dänische Königin, Margrethe II., die auch die Schirmherrschaft für das Museum übernommen hat, und sich selbst sehr für Archäologie interessiert, das Vorwort verfasst hat.
Dienstag, Mai 15 2007
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