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Auch in Dänemark steht der Monat Dezember ganz im Zeichen des Weihnachtsfestes. Für viele von uns beginnt hier die schönste Zeit des Jahres, geprägt von Kerzenlicht und Plätzchenduft, Weihnachts-geschichten und romantischen Abende am feurigen Kaminfeuer. Die Weihnachtszeit ist ein Feier der Traditionen.
Der Adventskranz erlebte seinen Durchbruch, nachdem er als Motiv die Weihnachtsbriefmarke des Jahres 1946 geziert hatte, eine ganz besondere Briefmarke, die jedes Jahr zur Weihnachtszeit herausgegeben wird. Mit seinen 4 Kerzen symbolisiert der Adventskranz die 4 Sonntage der kirchlichen Adventszeit, die kirchliche Neujahrszeit. Das Kirchenjahr beginnt am ersten Sonntag im Advent an einem der 7 Tage zwischen dem 28. November und 4. Dezember.
Kalenderlys Neben dem Adventskalender (julekalender) wird in Dänemark eine Adventskerze abgebrannt. In 24 Querstriche aufgeteilt, werden Kerze und Wartezeit jeden Tag um einen Strich kürzer. 1942 kam man auf die Idee, solche Kerzen zusammen mit den Kindern anzufertigen, aber seit 1946 werden diese Kerzen industriell hergestellt.
Gløgg - Dänischer Glühwein aus Rotwein und Aquavit mit Gewürzen, Mandeln und Rosinen. Hier finden Sie ein Gløgg-Rezept.
Weihnachtsbier darf schon in der Vorweihnachtszeit nicht fehlen. Der so genannte J-Dag, der erste Ausschanktag des Julebrygs, wird in Kneipen im ganzen Land gefeiert. Der J-Dag ist meist Anfang November. 2010 fällt er auf Freitag, den 5. November.
Schon in der Vorweihnachtszeit treffen sich Kollegen, Vereine und Freunde zum Julefrokost, die seit den 1940er Jahren an den meisten Arbeitsplätzen stattfindet. Hier verzehrt man ein typisch dänisches Mittagessen, das zu diesem Anlass jedoch vorzugsweise aus einigen ganz besonderen dänischen, in gewissem Umfang regionaltypischen Gerichten bestehen sollte. Berüchtigt sind sie wegen ihres oft ausufernden Alkoholkonsums. Auch am 25. und 26. Dezember versammeln sich viele Dänen mittags um ein Julefrokost. Das Kalte Buffet besteht typischerweise aus: verschiedene Sorten eingelegter Hering, Lachs, Garnelen, warme Fleischbällchen, Leberpastete, Sülze, Rollwurst, kalter Schweinebraten, Rote Beete, Salate und eine Auswahl an Aufschnitt und Käse. Dazu gibt es Bier und Schnaps.
Julekalender
Jedes Kind bekommt einen Adventskalender mit Türchen und Paketen. Dazu kommt das der Julekalender im Fernsehen besonders beliebt ist: eine Weihnachtsserie in 24 Teilen.
Ab November gibt es jedes Jahr eine neue Weihnachtsbriefmarke. Deren Verkauf kommt wohltätigen Zwecken zugute. Die Idee zur Weihnachtsmarke hatte der junge Postbeamte Einar Holbøll im Jahre 1904. Auch damals sollte der Erlös armen und bedürftigen Kindern helfen. Jedes Jahr gestaltet ein neuer Künstler die Marke, auch Königin Margrethe hat schon mal ein Exemplar gestaltet. Zu kaufen ist sie bei der Post und in Kiosken. Ein Bogen mit 50 Marken kostet 40 Kronen, 30 Marken kosten 25 Kronen, 10 gibt es für 10 Kronen. Mehr zur Julemærke unter www.julemaerket.dk
Zu den weihnachtlichen Vorbereitungen gehört auch das Backen etlicher traditioneller Plätzchen, die sich an dieses Fest knüpfen. Auch Konfekt unterschiedlicher Art wird hergestellt. Dänisches Weihnachtsgebäck mit der längsten Tradition sind die Pfeffernüsse (pebernødder).
Æbleskiver. Beliebte Weihnachtsleckerei: Kleine Krapfen, die in einer speziellen Pfanne gebraten werden. Dazu gibt es Marmelade und Puderzucker.
Die meisten Privathaushalte werden in unterschiedlicher Art mit Weihnachtsschmuck dekoriert. Sind Kinder in der Familie, gibt es typischerweise viele Heinzelmännchen (nisser), ansonsten aber sind Tannengrün und Kerzen in unterschiedlichen Dekorationsformen der verbreiteteste Weihnachtsschmuck. Der Weihnachtsbaum, eines der wichtigsten Symbole des weltlichen Weihnachtsfestes, wird entweder am lillejuleaften, dem Vorabend des 24. Dezember, oder an Heiligabend selbst, am juleaften geschmückt. Der Schmuck besteht in der Regel aus Glaskugeln, Papierherzen und Tütchen, Lametta, Girlanden aus kleinen Dannebrog-Fähnchen und nicht zuletzt aus Kerzen, entweder als echte Stearinkerzen oder in Form elektrischer Lichterketten. Soweit bekannt, wurde der erste Weihnachtsbaum in Dänemark 1808 aufgestellt, und im Laufe von rund 100 Jahren breitete sich dieser Brauch auch in den meisten dänischen Familien aus. An den Märchen von Hans Christian Andersen, in denen ein Weihnachtsbaum vorkommt, lässt sich bei chronologischer Lektüre die Verbreitung dieses Brauchtums in Dänemark verfolgen. Es handelt sich um Mutter Holunder/Fliedermütterchen (Hyldemor, 1842), Der Tannenbaum (Grantræet, 1846), Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern (Den lille pige med svovlstikkerne, 1848), Zwölf mit der Post (Tolv med posten, 1861) und Der Krüppel (Krøblingen, 1872).
Die dänische Weihnachtsdeko schlechthin: das Weihnachtsherz. Die klassische Variante ist in in rot-weiß und wird aus Glanzpapier geflochten. Mit etwas Übung lassen sich hübsche Kunstwerke basteln. Hier finden Sie eine Bastelanleitung.
Ohne Nisser kein Jul. Die Weihnachtskobolde finden sich als Figuren und Schmuck in jeder Wohnung. Auf dem Lande gab und gibt es immer noch den Brauch, eine große Schüssel mit Milchreis auf den Dachboden zu stellen. Mit dieser Leibspeise will man die Nisser gütlich stimmen, damit sie das restliche Jahr nicht zur Plage werden. Julemand Die skandinavischen Länder streiten zwar über die Herkunft des Weihnachtsmannes, doch für die Dänen steht fest: Der Weihnachtsmann kommt aus Grönland. Am 23. Dezember ist der "kleine Heiligabend". Dann schmückt die Familie den Weihnachtsbaum, die Vorbereitungen zum Heiligabend sind im vollem Gange. Es wird Gløgg getrunken sowie Plätzchen und Konfekt probiert.
 I n den meisten Familien beginnt der Heiligabend mit dem Abendessen, zu dem als Hauptgericht Gans, Ente oder Schweinebraten mit Rotkohl und mit Zucker braun glasierte Kartoffeln auf den Tisch kommen.
Zweiter wichtiger Bestandteil ist die Weihnachtsgrütze (julegrød), entweder in Form von Milchreis als Vorspeise oder zum Dessert als ris à l'amande, kalt servierter Milchreis mit angedickten Kirschen. Wichtig dabei ist, dass sich in der Vor- oder Nachspeise eine Mandel befindet. Die Person, die in ihrer Portion die Mandel entdeckt, bekommt das sogenannte Mandel-Geschenk (mandelgave), früher traditionell ein Marzipanschwein. Zum Essen trinken heute die Meisten Rotwein zum Hauptgericht und einen Weißwein zum Dessert. Zur Weihnachtsgrütze trinkt man mancherorts Malzbier, auch Koboldbier (nisseøl) genannt. Den zweiten Höhepunkt des Abends bildet das Entzünden der Lichter am Weihnachtsbaum. Danach „tanzt man um den Weihnachtsbaum“, das heißt, man schreitet Hand in Hand um den Baum und singt dabei Weihnachtslieder. Anschließend werden die Weihnachtsgeschenke verteilt, die unter dem Weihnachtsbaum liegen. In Familien mit Kindern kommt bisweilen der Weihnachtsmann, ein als solcher verkleidetes Mitglied der Familie, und bringt die Geschenke. Eigentlich brachte in Dänemark der Kobold (nisse) die Geschenke.
Weihnachten in AarhusWeihnachtszeit in der zweit größte Stadt Dänemarks
Dänische WeihnachtsrezepteBringen Sie dänische Weihnachtsstimmung in Ihr Haus!
BRUNE KAGER 250 g Margarine 200 g Zucker 300 g Sirup 2 TL Pottasche 2 EL kaltes Wasser 1 TL Nelken 2 TL Zimt 1 Tüte (ca. 40 g) feingehackte Sukkade 75 g gehackte Mandeln 500 g Weizenmehl
- Margarine, Zucker und Sirup in einem Topf erwärmen. - Abkühlen lassen und in die lauwarme Masse Pottasche und Wasser geben - Gut vermengen mit den Gewürzen, der Sukkade und den Mandeln - Die Hälfte des Mehls zugeben - Den Teig auf dem Tisch mit dem restlichen Mehl gut durchkneten - Den Teig zu Rollen von 4 cm Durchmesser formen und einige Stunden kühl stellen - In dünne Scheiben schneiden, aufs Blech legen und bei 200 ° C 5-6 Minuten backen
Der Teig hält sich 3-4 Wochen im Kühlschrank.
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VANILLEKRÄNZE (ca. 280 Stïck) 1 Stange Vanille 375 g Weizenmehl 125 g Kartoffelmehl 375 g kalte Butter 100 g enthäutete, feingehackte Mandeln 250 g Zucker 1 Ei
Backzeit: etwa 8 Minuten bei 200oC
- Die Vanillestange fein zerhacken. Weizenmehl und Kartoffelmehl mischen. Die Butter in kleinere Stücke scheiden und in das Mehl bröckeln - Vanille, Mandeln und Zucker zugeben. Den Teig schnell mit dem Ei kneten und zugedeckt bis zum nächsten Tag kaltstellen - Den Teig durch den Fleischwolf (mit Sternchen-Einsatz) oder durch eine Teigpresse geben. Die Stäbe in etwa 10 cm lange Stücke schneiden und Kränzchen formen - Die Kränzchen auf Backpapier oder ein gefettetes Backblech legen und auf der oberen Schiene im Ofen backen
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PEBERNØDDER (Pfeffernüsse, ca. 200 Stk.) 500 g Mehl 125 g Margarine 200 g Zucker 2 TL Hirschhornsalz 1 TL Zimt 1/2 TL Ingwer 1/2 TL Nelken 1/2 TL Pfeffer 1 3/4 dl Wasser
Die Margarine in kleinen Stücken auf dem Mehl verteilen. Die übrigen Zutaten untermengen. Den Teig gut durchkneten und zu Würsten formen. Davon kleine Stücke abschneiden. Diese zu kleinen Kugeln formen. Backzeit: ca. 10 Minuten bei 175 Grad
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DÄNISCHER GLÜHWEIN (Glögg) 1 Flasche Rotwein 3 dünne Streifen gelber Zitronenschale 3 Stück ganzer Kardamom 3 ganze Nelken 1 kleines Stück ganzer Ingwer 4 cm ganzer Zimt 1-2 dl Rosinen 25-50g enthäutete, gehackte Mandeln 1-2 dl Portwein
1½ dl Rotwein in den Topf gießen. Die Zitronenschalen und alle Gewürze hinzufügen. Die Mischung fast bis zum Siedepunkt erwärmen. Dann 10 Minuten stehen lassen – ohne zu kochen. Das Extrakt sieben und mit Rotwein, Rosinen und Mandeln aufwärmen – gerade bis unter den Siedepunkt. Von der Kochplatte nehmen. Den Portwein hinzufügen. Sofort servieren
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RIS Á L'AMANDE Der Weihnachtsnachtisch schlechthin!
¾ dl Milchreis ½ l Milch 1 Vanilleschote 50 g gehackte Mandeln 2 EL Zucker 4 dl geschlagene Sahne
Soße: 1 Glas Kirschsoße
- Reis, Milch und aufgeschnittene Vanilleschote bei schwacher Hitze im geschlossenen Topf ca. 50 min. kochen. Ab und zu umrühren. - Zucker und Mandeln in den Brei einrühren - Den Brei abkühlen lassen - Geschlagene Sahne unter den kalten Brei heben - Eine ganze Mandel dazugeben* - mit warmer Kirschsoße servieren * Wer die ganze Mandel gefunden hat, gewinnt das Mandelgeschenk, meistens ein Marzipanschweinchen.
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ÆBLESKIVER Beliebte Krapfen
250 g Mehl ½ EL Zucker ½ TL Salz 1 TL Natron 2 Eier ca. 4 dl Buttermilch (für 25 Stk.)
- Mehl, Salz, Zucker und Natron vermengen - Eier und Buttermilch einrühren, den Teig glatt schlagen - Etwas Palmin in jedes Loch der Spezialpfanne geben. Wenn das Fett geschmolzen ist, in jedes Loch etwas Teig hineingeben - die Æbleskiver mit einer Stricknadel o.ä. wenden
Mit Puderzucker und Marmelade servieren
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DÄNISCHER HERINGSSALAT Ein Muss beim „Julefrokost“
2 marinierte Heringe 1 Apfel 2 kleine, gekochte Kartoffeln 5 Scheiben eingelegte rote Bete 1 kleine, eingelegte Gurke
Dressing: 75 g Mayonnaise oder Creme fraiche, ca. 4 EL Joghurt, 1 TL feingeriebene Zwiebel, ca. 3 EL Essig, ¼ - ½ TL getrockneter Senf, Salz, Pfeffer
- alle Zutaten in Würfel schneiden - das Dressing zusammenrühren und untermischen.
Auf einer Scheibe Schwarzbrot genießen.
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